Passwort-Sicherheit · zufällige Wortfolgen
Was ist eine Passphrase?
Eine Passphrase ist ein Passwort aus mehreren Wörtern, das sich besonders für Zugänge eignet, die du regelmäßig selbst eingibst. Sicher wird die Wortfolge allerdings erst dann, wenn jedes Wort unabhängig und zufällig ausgewählt wurde.
Öffne den Generator und wähle dort den Modus „Passphrase“.
Eine Passphrase verbindet mehrere Wörter zu einem einzigen Passwort, das sich leichter lesen und eingeben lässt als eine lange Zeichenfolge.
Die Länge allein macht sie jedoch noch nicht sicher. Ein Zitat, ein bekannter Satz oder eine persönlich zusammengestellte Wortkette folgt Mustern, die sich erraten oder gezielt ausprobieren lassen. Eine geeignete Passphrase entsteht deshalb aus mehreren unabhängigen Zufallsentscheidungen und wird anschließend nur für einen einzigen Zugang verwendet.
Die Einsatzfrage
Wann ist eine Passphrase sinnvoll?
Ob eine Passphrase praktisch ist, hängt vor allem davon ab, wie du dich anmeldest und wie viel Platz der Dienst für das Passwort lässt.
Sinnvoll bei eigener Eingabe
Du musst den Zugang selbst eingeben
Wenn du dein Passwort regelmäßig selbst eintippst, lassen sich mehrere Wörter oft leichter lesen, eingeben und bei Bedarf merken als eine lange Folge einzelner Zeichen.
Meist einfacher
Ein Passwortmanager füllt den Zugang aus
Füllt dein Passwortmanager den Zugang automatisch aus, ist ein langes Zufallspasswort aus Zeichen meist einfacher, weil du es weder kennen noch selbst eintippen musst.
Vorher prüfen
Der Dienst begrenzt Länge oder Zeichen
Da eine Wortfolge vergleichsweise viel Platz braucht, solltest du vor der Vergabe prüfen, welche Länge und welche Trennzeichen der Dienst tatsächlich akzeptiert.
Eine Passphrase schützt außerdem nicht vor jeder Form von Phishing und ersetzt keinen zusätzlichen Anmeldeschutz. Wenn der Dienst 2FA oder Passkeys anbietet, solltest du diese Möglichkeiten deshalb unabhängig von deiner Passwortwahl prüfen.
Der entscheidende Unterschied
Warum müssen die Wörter zufällig sein?
Zusätzliche Wörter vergrößern den möglichen Suchraum nur dann zuverlässig, wenn ihre Auswahl nicht durch Sprache, Gewohnheiten oder persönliche Informationen vorhersehbar wird.
- Selbst ausgewählt
Wenn du Wörter selbst auswählst, verbindest du sie meist nach Bedeutung, Klang oder Erinnerung. Dadurch entstehen bestimmte Folgen viel häufiger als bei einer echten Zufallsziehung.
- Öffentlich bekannt
Zitate, Liedzeilen, Redewendungen und Buchtitel sind bereits veröffentlicht und können deshalb gezielt in Passwortangriffen ausprobiert werden.
- Zufällig gezogen
Bei einer echten Zufallsziehung wird jedes Wort unabhängig aus einer geeigneten Liste gewählt. Ein Generator übernimmt diese Auswahl, ohne persönliche Vorlieben in die Wortfolge einfließen zu lassen.
Die geeignete Form wählen
Wann ist eine Passphrase und wann ein Zufallspasswort sinnvoll?
Sowohl eine Passphrase als auch ein Zeichenpasswort kann zufällig und einzigartig sein. Welche Form sinnvoller ist, entscheidet deshalb vor allem dein tatsächlicher Anmeldeweg.
| Situation | Meist sinnvoll | Warum |
|---|---|---|
| Du gibst den Zugang regelmäßig selbst ein | Passphrase | Mehrere Wörter lassen sich meist angenehmer lesen und tippen. |
| Der Passwortmanager füllt automatisch aus | Zufallspasswort | Da du das Ergebnis nicht selbst eingibst, spielt seine Merkbarkeit keine Rolle. |
| Der Dienst erlaubt lange Eingaben und Leerzeichen | Beides möglich | Du kannst die Form danach wählen, wie du dich später tatsächlich anmeldest. |
| Der Dienst setzt ein enges Längenlimit | Zufallspasswort | Einzelne Zeichen nutzen den verfügbaren Platz kompakter als mehrere Wörter. |
Mit der passenden Form ist noch nicht entschieden, ob die konkrete Wortfolge sicher gewählt wurde. Dafür zählt vor allem, wie ihre einzelnen Wörter entstanden sind.
Statischer Selbstcheck
Kannst du diese Wortfolge verwenden?
Ob du eine Wortfolge verwenden solltest, erkennst du nicht an ihrem Klang, sondern an ihrer Entstehung. Nur die erste der drei folgenden Arten liefert eine geeignete Passphrase.
Geeignet
Zufällig und unabhängig erzeugt
Ein Generator oder ein korrekt ausgeführtes Würfelverfahren hat jedes Wort einzeln und ohne persönliche Vorauswahl aus einer geeigneten Liste gezogen.
Nicht geeignet
Aus einem veröffentlichten Text übernommen
Stammt die Wortfolge aus einem Zitat, Lied, Sprichwort, Titel oder einem anderen veröffentlichten Text, kann sie gezielt ausprobiert werden.
Nicht geeignet
Aus persönlichen Begriffen zusammengesetzt
Namen, Orte, Hobbys, Jahreszahlen oder ein gemeinsames Thema machen die Auswahl persönlich und damit vorhersehbarer als eine echte Zufallsziehung.
Wenn eine der beiden nicht geeigneten Beschreibungen zutrifft, erzeuge eine vollständig neue Wortfolge. Eine angehängte Zahl oder ein zusätzliches Zeichen kann aus einer bekannten oder persönlichen Auswahl keine zufällige Passphrase machen.
Nach der Auswahl
Welche Fehler machen Passphrasen schwach?
Auch eine korrekt erzeugte Passphrase kann ihren Schutz verlieren, wenn du sie nachträglich vereinfachst, offen weitergibst oder für mehrere Konten verwendest.
- Ein einzelnes Wort wird nur ergänzt
- Wenn du lediglich einen Namen um eine Jahreszahl und ein Ausrufezeichen ergänzt, bleibt das Grundmuster vorhersehbar und wird dadurch nicht zu einer zufälligen Passphrase.
- Dieselbe Wortfolge schützt mehrere Konten
- Gerät die Wortfolge durch ein Passwort-Datenleck nach außen, kann sie anschließend auch bei deinen anderen Zugängen ausprobiert werden.
- Das Ergebnis wird vereinfacht
- Wenn dir ein Wort nicht gefällt, solltest du die gesamte Folge neu erzeugen, statt einzelne Wörter zu löschen oder durch persönlich gewählte Begriffe zu ersetzen.
- Die Passphrase wird ungeschützt geteilt
- Über Chatnachrichten, unverschlüsselte Notizen oder frei zugängliche Dateien kann die Passphrase leicht in falsche Hände geraten. Bewahre sie deshalb in einem geschützten Speicher auf.
Im vorhandenen Werkzeug
Wie erzeugst du eine Passphrase im Tool?
Der Passwort-Generator erstellt die Wortfolge direkt in deinem Browser. Da die Seite zunächst den normalen Passwortmodus öffnet, wechselst du dort einmal zum Reiter „Passphrase“.
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Wechsle im Generator zur Passphrase
Öffne den Passwort-Generator und wähle oben den Reiter „Passphrase“, damit die Einstellungen für Wortfolgen erscheinen.
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Lege fest, wie viele Wörter gezogen werden
Das Tool erlaubt drei bis acht Wörter. Für einen wichtigen Zugang, den du selbst eingibst, sind sieben zufällig ausgewählte Wörter in diesem Generator ein vorsichtiger Startpunkt.
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Wähle ein passendes Trennzeichen
Du kannst Leerzeichen, Bindestrich, Punkt oder Unterstrich verwenden, solange der Dienst das Zeichen akzeptiert. Eine zusätzliche Zahl brauchst du nur, wenn sie für deine Nutzung sinnvoll ist oder vom Dienst verlangt wird.
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Übernimm die zufällige Auswahl vollständig
Wirkt ein Wort unpraktisch, erzeuge eine neue Folge, statt es durch einen persönlichen Begriff zu ersetzen. Nur so bleibt die Auswahl durchgehend zufällig.
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Verwende die Passphrase nur für dieses Konto
Speichere die neue Passphrase nach der Vergabe geschützt und erzeuge für jeden weiteren Zugang eine eigene Wortfolge.
Nach dem Erzeugen
Wie speicherst du eine Passphrase sicher?
Auch eine gut merkbare Passphrase sollte geschützt gespeichert werden, denn eine verlässliche Sicherung hilft bei Tippfehlern, einem Gerätewechsel oder einer späteren Wiederherstellung.
- Regulärer Zugang
In einem vertrauenswürdigen Passwortmanager bleibt die Passphrase eindeutig dem richtigen Konto zugeordnet und kann ohne Tippfehler ausgefüllt werden.
- Hauptpasswort oder Recovery
Bei einem Hauptpasswort solltest du zusätzlich verstehen, wie die Wiederherstellung des Anbieters funktioniert. Eine offline verwahrte Sicherung kann sinnvoll sein, sofern sie sowohl vor fremdem Zugriff als auch vor Verlust geschützt ist.
Häufige Fragen zu Passphrasen
Diese Antworten ergänzen den Hauptweg um Wortanzahl, Zeichenvorgaben und praktische Grenzen einzelner Dienste.
Wie viele Wörter braucht eine Passphrase im aktuellen Generator?
Der Generator erlaubt drei bis acht Wörter. Für einen wichtigen Zugang, den du selbst eingibst, sind sieben zufällig gezogene Wörter ein vorsichtiger Startpunkt. Wie viel Schutz du tatsächlich brauchst, hängt außerdem vom jeweiligen Dienst und davon ab, gegen welche Angriffe du dich schützen möchtest.
Kann eine Passphrase Leerzeichen enthalten?
Ja, sofern der Dienst Leerzeichen akzeptiert. Prüfe das am besten, bevor du die Passphrase endgültig vergibst. Falls Leerzeichen nicht erlaubt sind, kannst du im Generator stattdessen Bindestrich, Punkt oder Unterstrich wählen.
Funktionieren deutsche Wörter für eine Passphrase?
Ja. Für die Sicherheit ist nicht die Sprache entscheidend, sondern die unabhängige Zufallsauswahl aus einer geeigneten Wortliste. Stelle die Wörter deshalb nicht selbst nach einem Thema oder nach persönlicher Bedeutung zusammen.
Braucht eine Passphrase Zahlen und Sonderzeichen?
Nicht grundsätzlich, denn Länge und zufällige Auswahl sind wichtiger als eine starre Mischung bestimmter Zeichentypen. Verlangt ein Dienst trotzdem eine Zahl oder ein Sonderzeichen, kannst du diese Vorgabe im Generator berücksichtigen.
Was kannst du tun, wenn ein Dienst die Passphrase ablehnt?
Prüfe zunächst, welche Länge und welche Zeichen der Dienst erlaubt. Häufig reicht es, ein anderes Trennzeichen zu wählen. Bei einem engen Längenlimit ist ein zufälliges Zeichenpasswort meist praktischer, als eine erzeugte Passphrase nachträglich zu kürzen.
Kannst du eine Passphrase merken und trotzdem im Passwortmanager speichern?
Ja. Auch wenn du dir die Passphrase merken kannst, schützt die Ablage im Passwortmanager vor Tippfehlern und dient als Sicherung. Verwende sie trotzdem nur für einen einzigen Zugang.
Als Nächstes
Wie möchtest du deine Zugänge weiter absichern?
Je nachdem, wie du deine Zugänge weiter absichern möchtest, findest du hier Hilfe zur geschützten Speicherung, zu einem zusätzlichen Faktor oder zur Anmeldung ohne Passwort.
